Ein Raum kann beruhigen – oder überfordern.
Viele Menschen nutzen Düfte wie Parfum: stark, dauerhaft, penetrant. Das reizt das Nervensystem statt es zu regulieren.
Weniger ist mehr.
Ziel ist Atmosphäre, nicht Beduftung.
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Warum Raumduft wirkt
Der Geruchssinn geht direkt ins limbische System.
Düfte beeinflussen Stimmung, Herzfrequenz und Spannung – oft schneller als Gedanken.
Ein Raumduft sollte:
- weich sein
- natürlich wirken
- nicht dominieren
- nach 20 Minuten kaum noch auffallen
Wenn man ihn deutlich „riecht“, ist er meist schon zu stark.
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Bewusste Anwendung im Diffuser
Für 100 ml Wasser reichen meist:
- 2–4 Tropfen insgesamt
- lieber kurze Intervalle (20–30 Minuten)
- danach Pause
Geeignete Beispiele:
- Lavendel – Ruhe
- Wildorange – Leichtigkeit
- Weihrauch – Klarheit
- Zeder – Erdung – mein persönlicher Favorit „Vetiver“
Nicht mischen, nur weil es „gut riecht“. Wirkung zählt.

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Sicherheit bei Kindern und Tieren
Hier bitte besonders achtsam sein:
- Diffuser nie direkt neben Kinderbett oder Tierplatz stellen.
- Tür immer einen Spalt offen lassen, damit besonders das Kätzchen oder der Hund weggehen können. (Meine Maincoon Erfahrung = Elvis und Evi mögen alles was mit Erdung zu tun hat, also Hölzer – voran Ho Holz und Vetiver“
- Raum regelmäßig lüften.
- Keine Dauerbeduftung über Stunden.
- Bei Säuglingen extrem niedrig dosieren oder ganz verzichten.
Kinder und Tiere reagieren sensibler.
Ihr Nervensystem ist feiner – das ist kein Spielzeug.
Wenn ein Tier den Raum meidet oder ein Kind unruhig wird: sofort ausschalten.
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Atmosphäre statt Reiz
Duft ist wie Musik.
Ein leiser Hintergrundton verändert alles.
Dauerbeschallung ermüdet.
Stelle dir immer die Frage:
Soll dieser Raum tragen – oder überdecken? (also wenn geraucht wird oder nach der Bratküche riecht – lieber lüften statt Düfte)
Fazit
Raumdüfte sind ein Werkzeug.
Nicht zur Dauerberieselung.
Sondern zur bewussten Gestaltung von Stimmung.
Atmosphäre entsteht durch Maß.
