Kinder reagieren feiner.
Ihr Nervensystem ist offen, direkt, ungefiltert. Deshalb gilt bei Düften:
Sanft. Wenig. Kurz.
Nicht alles, was für Erwachsene angenehm ist, ist automatisch für Kinder passend.
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Grundregeln
- stark verdünnen (1 Tropfen auf 10 ml Trägeröl)
- nicht dauerhaft diffusen
- kein Duft direkt neben dem Bett
- Raum gut lüften
- Tür einen Spalt offen lassen
- Kinder nie „beduften“, wenn sie es nicht möchten
Widerstand ist ein klares Signal.
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Geeignete Düfte für den Alltag
Für Kinder eignen sich besonders milde Öle:
- Lavendel – Ruhe, Einschlafen
- Mandarine – Fröhlichkeit
- Weihrauch – Ausgleich
- Zeder – Geborgenheit
Keine scharfen, stark mentholhaltigen oder sehr intensiven Öle im Kinderzimmer einsetzen.

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Sanfte Anwendungen
Schlafritual
1 Tropfen Lavendel in 10 ml Öl mischen
→ Füße leicht einreiben
→ leise sprechen, nicht stimulieren
Unruhe am Nachmittag
2 Tropfen Mandarine im Diffuser
→ 15–20 Minuten
→ danach Pause
Konzentration bei Schulkindern
Weihrauch minimal dosiert im Arbeitsraum, nicht direkt am Tisch.
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Sicherheit bei Haustieren
- Tiere müssen den Raum verlassen können
- keine Dauerbeduftung
- Diffuser nie auf Tierhöhe
- bei Katzen besonders zurückhaltend sein
Wenn Tier oder Kind unruhig werden: sofort ausschalten.
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Atmosphäre statt Wirkung erzwingen
Kinder brauchen keine „therapeutische Behandlung“.
Sie brauchen Rhythmus, Nähe und Sicherheit.
Düfte dürfen begleiten – nicht dominieren.
Fazit
Bei Kindern gilt:
weniger Tropfen – mehr Achtsamkeit.
Sanft eingesetzt können Düfte Rituale unterstützen.
Zu stark eingesetzt reizen sie.
