Baumspinat (Chenopodium giganteum), auch Magentaspreen genannt, ist eine alte, fast vergessene Kulturpflanze. Einmal ausgesät kommt er immer wieder und läßt sich leicht kultivieren. Ich hatte im letzten Sommer bis Herbst viel ernten dürfen.
Er wächst aufrecht, kann bis zu zwei Meter hoch werden und trägt auffällig violett überhauchte Jungblätter.
Er gehört zur Familie der Gänsefußgewächse – wie Spinat und Quinoa.
Was ihn besonders macht
- junge Blätter zart und mild
- reich an Mineralstoffen
- robust und pflegeleicht
- wächst schnell und üppig
Die violette Färbung der jungen Triebe zeigt:
Hier wirken sekundäre Pflanzenstoffe, vor allem Anthocyane.
Verwendung in der Küche
Baumspinat lässt sich verwenden wie klassischer Spinat:
- roh im Salat (junge Blätter)
- gedünstet als Gemüse
- in Suppen
- im Smoothie
- als Füllung für Teig oder Quiche
Je jünger die Blätter, desto milder der Geschmack.
Wichtig:
Wie viele Gänsefußgewächse enthält er Oxalsäure.
Nicht in großen Mengen roh verzehren und bei empfindlichen Personen maßvoll genießen.
Anbau
- sonniger bis halbschattiger Standort
- lockerer, nährstoffreicher Boden
- unkompliziert in der Pflege
- sät sich oft selbst aus
Er ist ein sehr dankbarer Gartenbewohner. Ich hab mich jeden Tag gefreut ihn zu sehen.
Allchemischer Blick
Baumspinat steht für Fülle.
Er wächst hoch, kräftig, sichtbar.
Er erinnert daran, daß Nahrung nicht aus dem Regal kommt,
sondern aus lebendiger Erde.
Wer ihn kultiviert, holt Wildheit in den Garten –
und Farbe auf den Teller.
