Weinblätter sind mehr als Hülle für gefüllte Spezialitäten.
Sie tragen Bitterstoffe, Gerbstoffe und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe.
In der traditionellen Nutzung galten sie als stärkend für Gefäße und Bindegewebe.
Sie bringen Struktur – innen wie außen.
Inhaltsstoffe
- Gerbstoffe (zusammenziehend)
- Flavonoide (gefäßstärkend)
- Polyphenole (antioxidativ)
- Mineralstoffe
Die Gerbstoffe unterstützen das Gewebe, die Flavonoide gelten als wohltuend für die Venen.
Verwendung in der Küche
Am bekanntesten sind gefüllte Weinblätter.
Grundzubereitung
- Junge, zarte Blätter im späten Frühjahr ernten.
- Kurz blanchieren.
- Füllen mit Reis, Feta, Kartoffelstampf Kräutern, Gewürzen.
- Gut anbraten oder sanft garen.
Sie geben Speisen eine leicht spritzige, frische Note.
Wichtig:
Nur unbehandelte Blätter verwenden, am besten aus dem eigenen Garten oder beim Nachbarn fragen, der damit nichts anzufangen weiß. Weinberganbau würde ich meiden.
Weinblätter als Tee
Getrocknete Blätter können als Aufguß verwendet werden.
- 1 TL getrocknete Blätter
- mit heißem Wasser übergießen
- 10 Minuten ziehen lassen
Traditionell genutzt zur Unterstützung der Gefäße.
Äußere Anwendung
Ein starker Aufguß kann als Umschlag verwendet werden bei:
- schweren Beinen
- leichter Schwellung
- müder Haut
Die Gerbstoffe wirken strukturierend und beruhigend.
Allchemischer Blick
Die Rebe steht für Verbindung.
Sie rankt, hält, trägt.
Das Blatt schützt die Frucht –
und kann selbst genutzt werden.
Allchemie heißt hier:
Nicht nur die Traube sehen,
sondern die Gesamtheit achten.
