Ätherische Öle und Kleintiere – Wenn die Nase mehr wahrnimmt als wir glauben

Wer mit Hunden, Katzen, Kaninchen oder anderen Kleintieren zusammenlebt, kennt diese Situation:

Man öffnet eine Flasche mit einem ätherischen Öl und plötzlich reagiert das Tier.

Der Hund kommt neugierig näher.

Die Katze verläßt den Raum.

Das Kaninchen stellt die Ohren auf.

Zufall?

Vielleicht.

Vielleicht aber auch nicht.

Eine andere Welt der Gerüche

Während wir Menschen die Welt vor allem mit den Augen wahrnehmen, leben viele Tiere in einer regelrechten Duftwelt.

Ein Hund verfügt über Millionen zusätzlicher Riechzellen.

Katzen nehmen Gerüche oft deutlich intensiver wahr als wir.

Was für uns angenehm und dezent erscheint, kann für ein Tier bereits sehr intensiv sein.

Genau deshalb lohnt sich bei ätherischen Ölen besondere Aufmerksamkeit.

Ätherische Öle Hühner

Weniger ist oft mehr

Viele Tierhalter machen einen einfachen Denkfehler.

Wenn zwei Tropfen für einen Menschen angenehm sind, dann müsse ein Tier dieselbe Menge ebenfalls mögen.

Dabei ist oft das Gegenteil der Fall.

Tiere brauchen meist deutlich weniger.

Manchmal genügt bereits ein geöffneter Flaschendeckel im Raum.

Manchmal reicht ein Diffuser in größerer Entfernung.

Fiebersenken bei Katzen

Tiere entscheiden oft selbst

Ein spannender Aspekt ist die freiwillige Annäherung.

Manche Tiere suchen bestimmte Düfte regelrecht auf.

Andere ziehen sich zurück.

Beides kann eine wertvolle Information sein.

Ein Tier, das den Raum verlassen möchte, sollte diese Möglichkeit immer haben.

Freiwilligkeit ist einer der wichtigsten Grundsätze im Umgang mit Tieren und Düften.

Hasen und äth öle

Besondere Vorsicht bei Katzen

Katzen besitzen einen anderen Stoffwechsel als Hunde oder Menschen.

Bestimmte Inhaltsstoffe werden von ihrem Körper langsamer verarbeitet.

Deshalb empfehlen viele erfahrene Tieraromatherapeuten besondere Zurückhaltung.

Gut gelüftete Räume, geringe Mengen und die Möglichkeit zum Rückzug sind besonders wichtig.

Hunde und äth. öle

Die Natur kennt keine Hektik

Wer Tiere beobachtet, entdeckt etwas Interessantes.

Sie analysieren Düfte nicht.

Sie erleben sie.

Ein Hund schnüffelt.

Eine Katze prüft.

Ein Kaninchen beobachtet.

Dann entscheiden sie.

Vielleicht können wir Menschen gerade von dieser Gelassenheit etwas lernen.

Nicht jeder Duft muß bewertet werden.

Nicht jede Wirkung muß sofort erklärt werden.

Manchmal genügt es, aufmerksam zu beobachten.

Fazit

Ätherische Öle können eine wunderbare Bereicherung sein – für Menschen ebenso wie für Tiere.

Doch Tiere sind keine kleinen Menschen.

Ihre Wahrnehmung ist oft feiner.

Ihre Reaktionen sind oft ehrlicher.

Und genau deshalb lohnt es sich, ihnen zuzuhören.

Vielleicht zeigen uns unsere Tiere manchmal besser als jedes Buch, welcher Duft gerade gut tut – und welcher nicht.

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