Der September ist eine wunderbare Zeit, um die eigene grüne Hausapotheke aufzufüllen. Viele Kräuter stehen noch kräftig im Garten, andere können jetzt geerntet und für den Winter getrocknet, als Tee aufbewahrt oder zu Öl und Salbe verarbeitet werden.
Schon unsere Großeltern wussten: Nicht für jedes kleine Wehwehchen muss man weit laufen – manches wächst direkt vor der Haustür.
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Kamille – der sanfte Klassiker
Kamille gehört wohl zu den bekanntesten Heilpflanzen überhaupt. Traditionell wird sie vor allem bei gereizter Haut und für wohltuende Tees verwendet.
Die getrockneten Blüten lassen sich wunderbar für den Winter aufbewahren.
Typische Verwendung: Tee, Dampfbad, Umschläge oder Badezusatz.
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Salbei – viel mehr als ein Küchenkraut
Salbei duftet herrlich würzig und gehört unbedingt in meine Hausapotheke.
Traditionell wird er besonders für Mund und Rachen genutzt. Auch als Tee ist er beliebt.
Typische Verwendung: Tee, Gurgellösung oder Kräuterauszug.
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Thymian – klein, aber kräftig
Thymian ist eines dieser Kräuter, an denen ich kaum vorbeigehen kann, ohne mit den Fingern darüberzustreichen.
Sein kräftiger Duft verrät schon, wie viele ätherische Pflanzenstoffe in den kleinen Blättern stecken.
Besonders in der kalten Jahreszeit ist Thymian ein beliebtes Hausmittel.
Typische Verwendung: Tee, Kräuterbad oder Dampfanwendung.
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Spitzwegerich – wächst fast überall
Spitzwegerich wird oft einfach als „Unkraut“ übersehen.
Dabei gehört er zu den spannendsten heimischen Wildpflanzen.
Traditionell werden seine Blätter unter anderem bei kleinen Hautreizungen und in Kräutertees eingesetzt.
Wer ihn sammelt, sollte natürlich nur Pflanzen von sauberen Standorten verwenden – nicht direkt vom Straßenrand.

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Ringelblume – die Sonnenblume der Hausapotheke
Die leuchtend orangefarbenen Blüten der Ringelblume sind nicht nur wunderschön.
Aus ihnen lässt sich zum Beispiel ein Ringelblumenöl herstellen, das später als Grundlage für Salben dienen kann.
Typische Verwendung: Ölmazerat, Salbe oder Hautpflege.
Ein Glas mit getrockneten Ringelblumenblüten gehört für mich in jede Kräuterküche.
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Pfefferminze – frisch und kühl
Pfefferminze ist wohl eine der Pflanzen, die man sofort erkennt.
Ein Blatt zwischen den Fingern zerreiben – und schon steigt einem dieser herrlich frische Duft in die Nase.
Sie wird traditionell vor allem als Tee verwendet und ist auch kulinarisch unglaublich vielseitig.
Typische Verwendung: Tee, Kräuterwasser oder Badezusatz.
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Melisse – Zitronenduft aus dem Garten
Zitronenmelisse verbreitet schon beim Berühren ihren typischen frischen Duft.
Sie wird traditionell gerne für Abendtees und entspannende Kräutermischungen verwendet.
Die Blätter sollten möglichst schonend getrocknet werden, damit möglichst viel Aroma erhalten bleibt.
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Lavendel – Duft und Hausmittel zugleich
Lavendel darf natürlich nicht fehlen.
Die Blüten lassen sich trocknen und später für Duftkissen, Bäder oder Kräutermischungen verwenden.
Und allein schon der Duft eines Lavendelfeldes ist für mich Medizin für die Seele.
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Brennnessel – unterschätzt und voller Kraft
Kaum eine Pflanze wird so häufig bekämpft und gleichzeitig so vielseitig genutzt wie die Brennnessel.
Junge Blätter können als Tee oder sogar in der Küche verwendet werden.
Im Garten ist die Pflanze außerdem ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Insekten.
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Schafgarbe – eine alte Begleiterin des Menschen
Schafgarbe wächst auf vielen Wiesen und an Wegrändern.
Ihre kleinen weißen Blütenstände und fein gefiederten Blätter sind leicht zu erkennen, sobald man die Pflanze einmal kennengelernt hat.
Sie gehört seit Jahrhunderten zur europäischen Kräuterkunde.
Jetzt Vorräte für den Winter anlegen
Der September ist perfekt, um noch einmal durch Garten und Natur zu gehen und sich bewusst anzuschauen, was dort wächst.
Blätter und Blüten sollten möglichst an einem trockenen Tag gesammelt und anschließend luftig und schattig getrocknet werden.
Danach kommen sie in gut verschließbare Gläser – natürlich mit Name und Erntedatum.
So entsteht Stück für Stück eine ganz persönliche Kräuterhausapotheke.
Und das Schönste daran?
Man beginnt plötzlich, Pflanzen wieder mit anderen Augen zu sehen.
Was vorher nur am Wegesrand stand, bekommt einen Namen, einen Duft und eine Geschichte.
Die Natur ist keine Apotheke mit Regalen – aber sie besitzt einen erstaunlich großen Vorratsschrank.
Hinweis: Heilpflanzen können Beschwerden begleiten, ersetzen aber bei starken, ungewöhnlichen oder länger anhaltenden Beschwerden keine medizinische Abklärung. Auch Pflanzen können Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen haben.
