Kopfschmerz ist nicht dein Feind.
Er ist ein Signal.
Bevor man etwas „wegmacht“, sollte man verstehen, woher er kommt. Denn nicht jeder Schmerz braucht das gleiche Öl – manchmal braucht er Kühlung, manchmal Entspannung, manchmal Regulation von innen.
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Kühlung – wenn Hitze und Druck entstehen
Typisch bei:
- Stirndruck
- pochendem Schmerz
- Überhitzung oder Bildschirmüberlastung
Hier reagiert der Körper auf Gefäßweitung und Reizüberflutung.
Geeignete Öle
- Pfefferminze
- Eukalyptus
- Basilikum
Anwendung:
1 Tropfen (verdünnt) auf Schläfen oder Nacken.
Tief einatmen. Augen schließen. 3 Minuten Ruhe.
Kühlung wirkt über TRPM8-Rezeptoren direkt auf Schmerzempfinden.
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Spannung – wenn Muskeln halten statt loslassen
Typisch bei:
- Nackenverspannung
- Druck von hinten
- Stressbedingtem Ziehen
Hier liegt die Ursache oft in Muskelverhärtung und Daueranspannung.
Geeignete Öle
- Lavendel
- Deep Blue (bei doTERRA)
- Majoran
Anwendung:
Verdünnt in Nacken und Schulterbereich einmassieren.
Wärme anschließend zulassen.

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Ursache – wenn das Nervensystem überlastet ist
Manche Kopfschmerzen sind kein Muskelproblem.
Sie sind ein Regulationsproblem.
Typisch bei:
- emotionalem Stress
- Reizüberflutung
- Schlafmangel
Hier hilft nicht nur Kühlung – sondern Zentrierung.
Geeignete Öle
- Weihrauch
- Balance
- Bergamotte
Anwendung:
1 Tropfen in die Handflächen.
Langsam einatmen.
Den Atem verlängern.
Wichtig: Beobachten statt nur behandeln
Frage dich:
- Wo sitzt der Schmerz?
- Ist er heiß oder dumpf?
- Kommt er nach Stress oder nach Haltung?
Je klarer die Ursache, desto gezielter die Anwendung.
Fazit
Kopfschmerz ist nicht immer „zu viel Schmerz“.
Oft ist es „zu viel Spannung“ oder „zu wenig Regulation“.
Aromatherapie wirkt dann am besten, wenn sie nicht blind eingesetzt wird – sondern bewusst.
