Die Walnuß – Kraft, Bitterkeit und Würze

Die Walnuß ist mehr als ihre Frucht.
Auch ihre Blätter tragen Substanz.

Sie enthalten Gerbstoffe, Bitterstoffe und natürliche Pflanzenbestandteile wie Juglon.
Diese wirken zusammenziehend, klärend und strukturierend – besonders für die Haut.

Die Walnuß galt seit jeher als Baum der Sammlung:
erdend, ordnend, stärkend.

Walnußblätter im Alltag

Getrocknete Walnußblätter lassen sich vielseitig nutzen:

  • als Tee (mild bitter, unterstützend für Haut und Stoffwechsel)
  • als Badezusatz bei gereizter Haut
  • als Umschlag
  • oder fein gemahlen als Gewürz

Wichtig: nur gesunde, junge Blätter verwenden und gut trocknen.

 

Walnußblätter als Umschlag

Ein Aufguß aus Walnußblättern eignet sich zur äußeren Anwendung bei:

  • gereizter oder juckender Haut
  • kleinen Entzündungen
  • unreiner Haut
  • Schweißfüßen
  • leichten Hautirritationen

Die enthaltenen Gerbstoffe unterstützen die natürliche Hautstruktur und bringen Ruhe ins Gewebe.

Anwendung

  1. 1–2 EL getrocknete Blätter mit heißem Wasser übergießen.
  2. 10–15 Minuten ziehen lassen.
  3. Abseihen, lauwarm verwenden.
  4. Ein Tuch tränken und 15–20 Minuten auflegen.

Hinweis:
Nicht auf große offene Wunden anwenden. Bei empfindlicher Haut vorher testen.

Walnußpfeffer – Würze aus dem Blatt

Getrocknete Walnußblätter lassen sich fein mahlen und als herbe Würze verwenden.

Herstellung

  • Junge Blätter im Mai oder Juni sammeln.
  • Schattig und luftig vollständig trocknen.
  • Fein mörsern oder mahlen.
  • Nach Wunsch mit etwas Meersalz mischen.

Die Würze ist mild bitter, leicht nussig und gibt Gemüse, Kartoffeln oder Aufstrichen Tiefe.

Allchemischer Blick

Allchemie heißt hier:
Die ganze Pflanze sehen.
Frucht und Blatt achten.
Bitterkeit als Qualität begreifen.

Natur wirkt durch Struktur.
Und wer versteht, was er verwendet, arbeitet mit Substanz.

 

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